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Infektionskrankheiten: Deutsche schlampen beim Impfen

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Infektionskrankheiten: Deutsche schlampen beim Impfen

Infektionskrankheiten: Deutsche schlampen beim Impfen

Beitragvon Oliver » So 9. Sep 2012, 00:01

Infektionskrankheiten: Deutsche schlampen beim Impfen

Die Deutschen lassen sich weiterhin zu selten gegen Infektionskrankheiten impfen

Jeder müsse wissen, dass der Impfschutz „lebenswichtig sein kann“, sagte der Staatssekretär beim Bundesgesundheitsministerium,
Klaus Theo Schröder (SPD), am 16. April 2007 zu Beginn der Europäischen
Impfwoche in Berlin. Defizite bestehen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei Impfungen
gegen Masern, Tetanus und Diphtherie. Ebenso habe eine Studie bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Impflücken aufgezeigt.

Schröder appellierte zugleich an Hausärzte, die vergangenen Impfungen ihrer Patienten abzufragen.
„Viele Patienten kennen ihren eigenen Impfstatus gar nicht mehr“, bemängelte er. Diese „wichtige
Aufgabe“ müssten daher die Ärzte übernehmen. Schröder erinnerte daran, dass die Krankenkassen seit
dem In-Kraft-Treten der Gesundheitsreform die Kosten für Schutzimpfungen übernehmen müssen. Jetzt
liege es an den Versicherten und besonders den Eltern, „ihrer Verantwortung zum Schutz von Infektionskrankheiten
nachzukommen“.

Eine Ursache für die Impfblockade der Deutschen sieht RKI-Präsident Reinhard Kurth darin, dass
viele Eltern bestimmte Krankheiten gar nicht mehr kennen. Masern zum Beispiel seien aber keine „harmlose
Kinderkrankheit“. Eine weitere wichtige Zielgruppe für die Aktionen der Europäischen Impfwoche der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien Jugendliche im Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Eine Impfpflicht
lehnten allerdings sowohl Staatssekretär Schröder als auch Kurth ab.
Aktuelle Impfempfehlungen veröffentlicht die ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut.

Demnach wird zurzeit vor allem ein Schutz gegen Masern, Mumps, Röteln, Pneumokokken, Wundstarrkrampf,
Hepatitis B, Keuchhusten, Windpocken, Diphtherie, Kinderlähmung und Grippe empfohlen.
Mittlerweile sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nur noch rund 95 Prozent aller
Kinder geimpft – die Auffrischungsimpfungen bekommen nur noch 82 Prozent. Bei den Erwachsenen
sind teilweise sogar weniger als 70 Prozent gegen Infektionskrankheiten wie Tetanus geimpft.

Außerdem steigt laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Anzahl derer, die
sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren. «Während ein Großteil der Bevölkerung über HIV
und Aids Bescheid weiß, kennen nur etwa 52 Prozent Syphilis», sagte BZgA-Präsidentin Elisabeth Pott.
Chlamydien seien sogar noch weniger bekannt und weiter verbreitet, obwohl sie bei Frauen zu Unfruchtbarkeit
führen könnten.
Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen will in den kommenden Wochen eine Online-Datenbank zu den
Nebenwirkungen von Impfungen freistellen.


(dpa/GesundheitPro vom 10 und 17. April 2007)
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